Vom eigenen Firmengebäude gelernt: Vom Kostenblock zur Energiezentrale – und weiter zum INNOVATION HUB

Wer Transformation glaubwürdig vorlebt, überzeugt schneller. 2012 habe ich in meinem Firmengebäude umgesetzt, was ich heute im Quick-Check empfehle: Daten schaffen, Technik orchestrieren und Investitionen an Wirtschaftlichkeit ausrichten. Ergebnis: Der Standort entwickelt sich von der „Verbrauchsstelle" zur Energiezentrale – mit Photovoltaik, intelligenter Lüftung/Heizung und Ladeinfrastruktur als Bausteinen eines Systems, das rechnet.
Video: Rückblick & Learnings
Infrarotheizung erfüllt die hohen Erwartungen des Unternehmers und Energiearchitekten Frank Hummel – Einblicke in Planung, Ausführung und Betriebsvorteile der IR-Lösung in meinem Gebäude.
Wichtig vorweg: Das frühere HUMMEL Systemhaus wurde von mir verkauft. Heute laufen meine Aktivitäten über die HSG GmbH & Co. KG (Dachgesellschaft). Operativ begleite ich Unternehmen herstellerneutral mit Frank-Hummel-Consulting (FHC) und REVOLUTION-E – vom Quick-Check bis zur Umsetzung mit ausgewählten Partnern.
Projektsteckbrief
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Gebäudetyp | Firmengebäude (Neubau) |
| Baujahr / Standard | 2012 / Nichtwohngebäude gem. §§ 16 ff. EnEV (2012) |
| Bauweise | Massivbau |
| Fläche | ca. 920 m², davon 400 m² beheizte Bürofläche |
| Normheizlast | 30 kW |
| Lüftung | Dezentrale Geräte (BluMartin) |
| PV-Anlage | 70 kWp |
| Batteriespeicher (geplant) | ca. 200 kW für Lastmanagement |
| Ladeinfrastruktur | 8 AC vorhanden, 2 DC geplant |
Technik & Anlagen im Detail
- Heizung Büro: Infrarotheizungen (22× VH06262 à 810 W)
- Sanitärräume: IR (2× VH03535 à 260 W, 2× VH-I04848 à 480 W)
- Lagerhalle: Infrarot-Dunkelstrahler (6× VC-A1800 à 1.800 W)
- Warmwasser: Warmwasserspeicher
- Lüftung: dezentrale Geräte (BluMartin)
- Erzeugung: Photovoltaik 70 kWp
- Batteriespeicher (geplant): ca. 200 kW für Lastmanagement
- Ladeinfrastruktur: 8 AC vorhanden, 2 DC geplant
Was das Video zeigt – und warum es heute noch trägt
- Schnelle Regelbarkeit & Zonierung: bedarfsgerecht statt durchheizen
- Wartungsarm & robust: keine Hydraulik, geringe Servicekosten über die Jahre
- Komfort & Luftqualität: mit dezentraler Lüftung (WRG) stabiles Raumklima
- Synergie mit PV: 70 kWp Eigenstrom, schnelle Reaktion auf PV-Spitzen
- Skalierbar im Bestand: Regelung, Messkonzept, Speicher und DC-Laden etappenweise
Warum diese Systemarchitektur?
1. IR in Büros – hohe Reaktionsgeschwindigkeit, Zonensteuerung, sehr niedrige Wartung.
2. Dezentrale Lüftung – gute Luftqualität + Wärmerückgewinnung ohne komplexe Kanalnetze.
3. PV als Cash-Hebel – Eigenverbrauch priorisieren; mit Speicher und Ladepunkten weiter optimieren.
4. AC/DC-Laden – attraktiv für Team, Kunden und Flotte; ideal für PV-geführtes Laden.
5. Speicher & Lastmanagement – Peak-Shaving (Leistungspreise senken), Ladevorgänge verschieben, PV-Überschüsse nutzen.
Betriebserkenntnisse (Kurzfassung)
- Mess- & Zählerkonzept zuerst: Ohne Daten keine belastbaren Entscheidungen
- Orchestrierung schlägt Einzelteile: Regelung koppelt Heizung/Lüftung, PV, Speicher, Laden
- Wartungskosten runter: IR + dezentrale Lüftung sind über Jahre kostenseitig im Vorteil
- Roadmap statt Big-Bang: In Etappen – Daten → Quick-Wins → Regelung → Speicher → DC
Der Schwenk zum INNOVATION HUB
Aus der gelebten Praxis ist der nächste Schritt logisch: Wir erweitern den Standort zum INNOVATION HUB – Showcase & Testbed für wirtschaftliche Elektrifizierung.
Was Besucher erleben
- Live-Daten & Dashboards: Lastgänge, PV, Laden, ggf. Speicher
- Lade-Infrastruktur: 8× AC in Betrieb, 2× DC geplant – demonstriert Peak-Shaving, PV-Shift und Lastmanagement
- Technik-Inseln („Demo-Pods"): IR-Heizflächen, dezentrale Lüftung, Mess-/Zählerkonzepte, Controller-Logik
- Use-Cases: Büro, Lager/Logistik, Kundenzone – inkl. Abrechnung, Nutzer-Journey, Betrieb/Service
So übertragen wir das auf Ihren Standort – mit dem FHC Quick-Check
Im Quick-Check analysieren wir Ihre Daten und übersetzen sie in eine konkrete 90-Tage-Roadmap:
- Lastgänge, Zählerstruktur, Netzanschluss/Leistungspreise
- PV-Potenzial, Eigenverbrauch, Überschussstrategien
- Heizung/Lüftung: Effizienz, Regelung, Nutzungsprofile
- Ladeinfrastruktur: AC/DC-Mix, Abrechnung, Skalierung
- Lastmanagement & Speicher: Peak-Shaving, PV-Shift, Laderouten
- Förderung/Regulierung (u. a. Messkonzept, Netzentgelte, §14a-Optionen)
- Wirtschaftlichkeit: Invest, Opex, ROI/ROCI, Cash-Flow-Szenarien
Ergebnis des Quick-Checks
- Kurzbericht mit Zahlen, Risiken, Chancen
- 90-Tage-Plan (Quick-Wins & Prioritäten)
- Invest- & Nutzenübersicht – „Was bringt's in €?"
Ich bin seit über 30 Jahren Unternehmer und begleite Führungsteams als Business-Partner für die Transformation – herstellerneutral, faktenbasiert, wirtschaftlich.
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